Ein BYOB-Abend bei Flickenschild

Am 22.03.2025 sollte ein großes Bring your own bottle-Event stattfinden, auf welches ich in einer FB-Chatgruppe aufmerksam wurde. Organisator war Sebastian Koch aus Berlin, der zu diesem Abend Whisky-Nerds aus ganz Deutschland und sogar aus Dänemark an jenem Samstag lud. Der Ort des Geschehens, das Geschäft von Flickenschild Whisky & Cigars in der Innenstadt des kleinen Städtchens Itzhoe, war nicht zufällig gewählt. Das traditionsreiche und familiengeführte Haus hat bekanntermaßen dort ihren Sitz und kann auf eine lange Historie zurückblicken. Die beiden Geschäftsführer, Manfred und Jannik Kröger, feiern dieses Jahr das 120-jähriges Jubiläum ihres Hauses Flickenschild und ließen es sich nicht nehmen, die Rolle des Gastgebers für dieses Event zu übernehmen. Soviel zu den Eckdaten.

Zu den Abläufen will ich gar nicht soviele Worte verlieren. Der Plan war, anhand einer an der Whiskybase angelehnten Bewertungsskala von 1 bis 100 (realistischerweise also ~80 bis 100) die Whiskies zu bewerten und so dann den Sieger des Abends zu ermitteln. Bei ca. 35 Teilenhmern (ich hab die genaue Anzahl nicht mitbekommen) kann man sich vorstellen, dass dies ein schwieriges bis aussichtsloses Unterfangen darstellt. Trotz aller Planungen und Anstrengungen unseres Organisators Basti incl. KI war es natürlich nicht möglich, dass jeder Teilnehmer von jeder Abfüllung probieren konnte. Machte aber nix, da nach Ablauf des „offiziellen Teils“, in dem jeder eine bestimmte Anzahl von Drams (je 1cl) zu probieren und bewerten hatte, eh jeder nach Gutdünken sich durch die anwesenden Flaschen „durchtrinken“ konnte. Ich für meinen Teil hätte es aber beim besten Willen nicht geschafft und wollte es auch gar nicht. Es war einfach zu viel. Ich vermute mal, dass es dem größten Teil der Anwesenden ähnlich gegangen sein dürfte. Trotzdem, es waren alles so geile Abfüllungen, ich hätte sie liebend gerne alle probiert. Ich habe es mir dieses Mal nicht nehmen lassen und alle (ich hoffe, ich habe alle erwischt) Flaschen fotografisch zu dokumentieren. Am Ende hatte ich dann gar noch einen Port Ellen vor der Linse und ich weiß noch nicht mal, wo der auf einmal herkam. Sei’s drum. Einen Sieger habe ich beim besten Willen nicht definieren können, jedoch ist bei mir ein 16 Jahre alter Standard Lagavulin aus den 80ern (?) im Gedächtnis geblieben. Ein saustarker Whisky, den ich an dieser Stelle einfach nochmal erwähnen muss. Ansonsten waren alle Abfüllungen überragend bis grandios.

Das soll es für dieses Mal gewesen sein, wie gesagt, ich wollte mich ja kurz fassen und ich denke die Bilder sprechen für sich. Bleibt mir nur noch, dem Organisator Basti und unseren Gastgebern Manfred und Jannik Kröger sowie ihren Mitarbeitern für diese großartige Erlebnis im Hause Flickenschild zu danken. Es war ein ebenso denkwürdiger wie dekadenter Abend, den ich so schnell nicht vergessen werde.


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